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Er hat es geschafft. Barack Obama konnte entgegen der Befürchtungen einiger Analysten hinsichtlich eines am Ende vielleicht doch sehr knappem Ergebnisses mit einem mehr als deutlichen Vorsprung die US-Wahl für sich entscheiden. 349 Wahlmänner auf seiner Seite gegenüber 173 für John McCain. Ein wirklich historischer Tag für die USA, die nach 8 Jahren desaströser und ideologisch verfehlter Bush-Administration sowohl nach Innen wie auch außenpolitisch aufgestanden ist und mit dem Wahlausgang deutlich macht, dass die Zeit reif ist für einen Neuanfang.
Es betrifft mich zwar nicht persönlich, wer im Weißen Haus sitzt, aber ich mochte Obama von Anfang an, weil er einfach ein Symphatieträger ist und kein Anderer passender als Symbol für den mehr als überfälligen radikalen Schnitt in der Politik Amerikas stehen könnte. Auch wenn er ein sehr schweres Erbe antritt.
Die Aufgaben, die auf ihn warten und die Schwierigkeiten sind noch nicht abzusehen. Die Wirtschafts- und Finanzkrise, eine unglaublich hohe Staatsverschuldung, 2 nicht gelöste militärische Konflikte in Afghanistan und im Irak und nicht zuletzt das stark angekratzte Ansehen der USA als Nachlass der 8 Jahre dauernden neokonservativen Hegemonialpolitik von Bush, Rice, Cheney, Rumsfeld und den restlichen Mitgliedern der alten Regierung stehen auf der Haben-Seite der Bilanz.
Dem kann er die breite Unterstützung der Bevölkerung und seinen Willen zum Wandel entgegensetzen. Ob das reicht, bleibt abzuwarten. Er sollte es so angehen, wie den Wahlkampf und die ganze Kampagne: ruhig, gelassen, mit Übersicht und Weitblick, mit Kontakt zum Volk und mit Mut zu neuen Ideen. Dann wird Amerika ein anderes Land werden. So fiel auch seine Siegesrede in Chicago aus. Nicht überschwänglich, sondern durchaus der Lage angemessen, nachdenklich aber trotzdem voller Hoffnung auf das, was jetzt kommen mag.
Seine Aufgabe wird definitiv nicht so relaxt, wie das abschliessende Video, aber erstmal soll gefeiert werden so wie es viele Amerikaner die ganze Nacht getan haben und von denen es sicher immer noch viele nicht glauben können. Ein Traum ist wahr geworden und den gilt es jetzt mit Leben zu füllen und weiter zu träumen.
Dieser Artikel wurde am Mittwoch, den 5. November 2008 um 11:13 Uhr veröffentlicht und wurde unter News abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesem Artikel durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. Du kannst einen Kommentar schreiben oder einen Trackback auf deiner Seite einrichten.