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Coffeebean Journal

 

Dreigestirn mit Matrox TripleHead2Go Digital

Nach einigen Wochen Abstinenz hab ich wieder Zeit, mich um das Coffeebean Journal zu kümmern. Dafür gibt es heute einen umfangreichen Artikel aus der Rubrik ‘Technikspielereien für den fortgeschrittenen PC-Benutzer’. Wenn man über mehr als 3 Jahre die tägliche Arbeit an 2 Monitoren gewohnt ist (was zugegeben für viel Nutzer mehr als ausreichend ist), dann kann es passieren, dass einen das Gefühl beschleicht, man hat viel zu wenig Platz auf dem Desktop.

20 Anwendungen sind in der Regel geöffnet, der Musikplayer läuft, in sporadischen Abständen poppen ICQ- und Skype-Chatfenster auf und die Taskleiste ist so voll, dass man nur noch die Symbole der zugehörigen Programme erkennen (bzw. erahnen) kann. Kein Dauerzustand. Nur was tun, wenn die eh schon viel zu teure Spiele-Grafikkarte – die im Grunde genommen nur als Statussymbol im Rechner steckt – nur 2 Monitorausgänge hat?

Da ist Not am Mann. Die Lösung war allerdings nicht wirklich schwierig. Der dritte Benq FP93 GX 19″ TFT war schnell bestellt. Nun fehlt nur noch der dritte DVI-Port an der Grafikkarte.

2 Möglicheiten:

1. Grafikkarte ausbauen, DVI-Port bestellen, Lötkolben scharf machen und los

2. Matrox TripleHead2Go Digital kaufen

triple1

Ich habe mich für Möglichkeit 2 entschieden, die zwar kostenintensiver ist, aber zeitlich und in Hinblick auf die 2 Jahre Garantie der GeForce 8800 GTS eindeutig vorzuziehen war.

Bei der Matrox TripleHead2Go Digital handelt es sich um einen handflächengrossen Grafikadapter, der mit der zugehörigen Software den Desktop erweitert. Dabei splittet er das von der Grafikkarte kommende Bildsignal von einem DVI-Anschluß in drei zusammenhängende Einzelbilder a 1280×1024 Pixel auf und erweitert damit den Windows- oder Mac-Desktop auf die komfortable Auflösung von 3840×1024 Pixel. Wahnsinnig viel Platz. Die Lösung meines Problems.

triple2

Zum Lieferumfang gehören der Adapter selbst, eine Software/Treiber-CD und ein Dual-Link-fähiges DVI-Adapterkabel. Mehr nicht. Alles super verarbeitet und robust. Angeschlossen in 2 Minuten und schon kann es losgehen. Zu beachten ist allerdings, dass die Grafikkarte auf jeden Fall DualLink unterstützen muss, ansonsten ist diese Auflösung nicht möglich. Allerdings bringen die GeForce- und AMD-Grafikkarten der neueren Generation diese Ausstattung bereits mit. Weitere Details und Informationen zur unterstützten Hardware finden sich auf der Webseite von Matrox:

http://www.matrox.com/graphics/en/support/compatibility/

Ebenfalls erwähnenswert ist die Tatsache, dass der Hersteller ausschließlich Monitore mit einem Seitenverhältnis von 4:3 empfiehlt, von Widescreenmonitoren wird abgeraten. Idealerweise sollte es sich um baugleiche 17″ oder 19″ Modelle mit möglichst schmalem Rand handeln, damit der sichtbare Bereich des Bildes nicht durch allzu breite Kanten der aneinandergereiten Bildgeber verunstaltet wird. Die native Auflösung von 1280x1024px der Einzeldisplays stellt damit die bestmögliche Grafikqualität für den Monsterdesktop sicher.

Und so sieht das Endergebnis bei mir aus:

triple3

Ich kann nur sagen, es hat sich gelohnt. Massig Platz, die Taskleiste erstreckt sich im Gegensatz zum normalen 2-Monitorbetrieb nicht nur auf den Hauptbildschirm, sondern auf die volle Breite vom Desktop. Damit gehören Unübersichtlichkeit und Chaos der Vergangenheit an. Man hat 2 Monitore zum arbeiten und den dritten für unwichtigere Sachen wie Chatfenster und den Musikplayer übrig und behält selbst bei 30 offenen Anwendungen immer den Überblick.

Natürlich eignet sich das Dreigespann auch zum Spielen. Ich hab es bisher nur kurz ausprobiert, aber Spiele wie bspw. Far Cry, Counter Strike oder Need for Speed: Most Wanted sehen im Sourround-Gaming-Modus nicht nur super aus, sondern es kommt auch noch wesentlich realistischer daher, wenn man im linken und rechten Monitor die Rennstrecke und die anderen Wagen vorbeiflitzen sieht, während man frontal das Cockpit und die Piste im Auge behält und anschleichen kann sich auch niemand mehr unbemerkt.

 

400px-Th2gorev-nfsmw

Need for Speed: Most Wanted

farcry

FarCry

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CounterStrike Source

Alles in allem ein tolles Stück Hardware für den fairen Straßenpreis von rund 250 Euro. Wesentlich mehr ins Gewicht fallen die Anschaffungskosten für zusätzliche 2 Monitore, aber ich brauchte ja nur noch einen.

Als Fazit kann ich sagen, dass diese Dreierkonstellation für Neulinge und Nutzer von bisher nur einem Display wahrscheinlich sehr überfordernd wirkt und im Arbeitsbetrieb eher zu Verwirrung führt. Dann lieber erstmal langsam aufrüsten und sich an 2 Monitore gewöhnen. Ich gebe meine Drillinge allerdings nicht freiwillig wieder her, soviel kann ich nach der schnellen Eingewöhnungsphase schon sagen.

Meine Wertung: TripleHead2Go Digital Edition (5 Sterne)

Dieser Artikel wurde am Donnerstag, den 21. August 2008 um 20:50 Uhr veröffentlicht und wurde unter TechCorner abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesem Artikel durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. Du kannst einen Kommentar schreiben oder einen Trackback auf deiner Seite einrichten.

 


Eine Reaktion zu “Dreigestirn mit Matrox TripleHead2Go Digital”

Philipp schrieb am 23. August 2008 um 02:04 Uhr:

der längste Artikel den ich über Mein iPhone 3g gelesen habe. Super!



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